Früher rollten bei der Feuerwehr die Boßelkugeln, doch wetterbedingt gab es dieses Jahr andere Pläne. Bei frostigen –4 Grad und norddeutschem Nebelwetter wurde kurzerhand umdisponiert: „Gummistiefelweitwurf“ hieß die neue Disziplin. So lud die Feuerwehr Blomesche Wildnis spontan am Sonntag, den 11. Januar, zum sportlichen Kräftemessen am Deich ein.
Um 10.00 Uhr versammelten sich 31 bestens gelaunte Bewohner der Blomeschen Wildnis am Katastrophenweg Richtung Fähranleger, um in zwei Teams gegeneinander anzutreten. Das Teilnehmerfeld war bunt gemischt. Der jüngste Werfer war 6 Jahre alt, der älteste 72. Sogar ein Neugeborenes reiste im Kinderwagen auf dem Anhänger mit. Dieser war liebevoll mit Essen und Getränken beladen und wurde von einem Traktor gezogen. Norddeutscher geht’s kaum.
Trotz Minustemperaturen herrschte eine ausgelassene Stimmung. Es wurden zahlreiche unterschiedliche Wurftechniken ausprobiert, um den vorausliegenden Gummistiefel einzuholen. Geworfen wurde mit Anlauf oder aus dem Stand, von oben oder von unten sowie rückwärts über Kopf. Alle Techniken waren erlaubt und sorgten für abwechslungsreiche und teilweise beeindruckende Würfe.
Alle Werfer fieberten begeistert mit und verfolgten gespannt, wo der Stiefel diesmal landen würde – kurz hinter der Linie, seitlich der Linie oder ganz schön weit weg. Der Schriftführer verteilte Spitznamen, die für viele Lacher und dauerhaft gute Laune sorgten.
Auch die Kinder beteiligten sich mit großem Ehrgeiz am Wettkampf. Zwischendurch nutzten sie die Gelegenheit zum Rodeln.
Zur Halbzeit der Strecke wartete eine wohlverdiente Pause mit Glühwein, Apfelpunsch, Duplo, Keksen und gefüllten Partyschnecken. Bei nebliger Witterung wurden diese Angebote dankbar angenommen. Die Sonne versuchte zwar kurz ihr Glück, blieb aber leider im Winterschlaf.
Gegen 13.00 Uhr war das Ziel erreicht. Wehrführer und Schriftführer Jens Schakulat zählte gewissenhaft die Würfe aus. Team 1 gewann mit 86 Würfen gegen Team 2 mit 93 Würfen – knapper Sieg, aber große Freude. Einige fröstelnde Füße und Hände freuten sich nun auf ein warmes Zuhause.
Die Veranstaltung war geprägt von einem gelungenen Miteinander, sportlichem Ehrgeiz und viel Spaß. Am Ende blieb ein rundum gelungener Vormittag mit beeindruckenden Würfen, vielen Lachern, tollen Gesprächen und echtem Gemeinschaftsgefühl. Ein herzliches Dankeschön an die Feuerwehr für dieses großartige Event!
Eins ist sicher: Das war nicht das letzte Mal. Im nächsten Jahr könnten sogar die Nachbargemeinden herausgefordert werden – Also Gummistiefel bereit halten!