Auf der Theatertreppe im Foyer der Grundschule Herzhorn ging es am Freitag, 9. Oktober, kunterbunt zu: Kinder aus allen vier Klassen, Lehrkräfte und Gäste von Polizei, Feuerwehr, THW, DLRG und Rettungshundestaffel trafen sich zum Projekttag „Respekt für Retter“. Das Kollegium der Grundschule hatte ihn organisiert.
Drei Stunden arbeiteten gemischte Gruppen aus den Klassen 1 bis 4, Lesekundige und Erstklässler Seite an Seite. Was tun Retter? Was brauchen sie dafür? Und wie begegnet man ihnen mit Respekt? Die Frühstückspause wurde nicht vergessen. Manch einer arbeitete trotzdem mit dem Brötchen im Mund weiter, vor lauter Begeisterung für das Thema.
Dabei blieb es nicht bei der Theorie. Bei der Freiwilligen Feuerwehr Herzhorn und dem THW aus Itzehoe durften die Kinder die Fahrzeuge anfassen. Sie fragten nach Pumpen, Atemschutz, Stromgenerator und Hydranten. Das THW kam etwas später und wurde sehnsüchtig erwartet. Die Rettungshundestaffel Holstein zeigte gemeinsam mit der Hundehilfe Glückstadt, wie ein Hund versteckte Menschen sucht und findet, zum Beispiel wenn jemand nach einem Unfall unter Schock die Unfallstelle verlassen hat. Bei der DLRG-Ortsgruppe Glückstadt hoben sich die Kinder auf Kommando „1-2-3“ gegenseitig mit dem Tragetuch an.
Zum Schluss zeigten die Gruppen in einer Stunde vor der ganzen Schule, was sie gelernt hatten. Klasse 4 las im Wechsel vor, was Respekt ist. Die Polizeigruppe zählte auf, was ein Polizist bei sich trägt und warum: Handschuhe, Funkgerät, Absperrband, Warnweste, Kreide für Spuren auf der Straße und eine Pistole, die nur im größten Notfall benutzt wird.
Die DLRG-Gruppe fragte, was für Retter manchmal schwierig ist. Die Antwort machte nachdenklich: Retter bringen sich auch selbst in Gefahr, besonders wenn Menschen gar nicht gerettet werden wollen. Deshalb gilt: Bescheid sagen und nicht selbst jemanden aus dem Wasser holen. Das THW gibt es an 668 Standorten in Deutschland. Es hilft im In- und Ausland, und jeder kann mitmachen, ob jung oder alt, groß oder klein. Die Wildtierrettung verriet, dass ein Laubhaufen für den Igel wie ein Fünf-Sterne-Hotel ist.
Persönliche Fragen an die Retter gab es auch, und Lob für die Freiwilligen ebenso. Das Fazit der Kinder in meinen Notizen: „Macht Spaß“. Ein herzliches Dankeschön an alle Retterinnen und Retter, die sich einen Tag Zeit genommen haben, und an das Kollegium der Grundschule Herzhorn!
Was ist Respekt? Ein Ergebnis der Gruppenarbeit
1. Ich höre zu und lasse andere ausreden.
2. Ich spreche freundlich und höflich mit anderen.
3. Ich lache niemanden aus und schließe niemanden aus.
4. Ich helfe, wenn jemand Hilfe braucht, und nehme Hilfe an.
5. Ich halte mich an Regeln und Absprachen.
6. Ich achte auf fremde Sachen und fasse nicht einfach alles an.
7. Ich behandle Tiere achtsam. Einen fremden Hund fasse ich nicht einfach an.
8. Ich stehe Rettern nicht im Weg und halte Abstand.
9. Ich befolge, was Retter sagen.